AntirassismusKoffer 
Übungen
Präsentationen und Wissenswertes
Bücher
Filme
Sammlung Antirassismus-Kurzfilme
Gesetze
Linksammlung
zum Projekt

Übungen

Suchezur Übersicht
Titel  Die Geschichte mit dem Hammer
Thema  Wahrnehmung, Sitten
Dauer  20
Ziel  Verdeutlichung der Subjektivität in der Wahrnehmung und der Konstruktion der eigenen Wirklichkeit; Fördern der Empathie und Selbstreflexion der Teilnehmenden; Verdeutlichung der Bildung von Vorurteilen durch flüchtige Information.
Zeitpunkt  egal wann
Stufe  für jene, die mit Konzentration Rassismus erkennen können
Übungstyp 
Methoden  Einzel- und Kleingruppenarbeit
Materialbedarf  Hand-out „Die Geschichte mit dem Hammer", Stifte
Voraussetzungen  keine
Einleitung der Übung (1. Anleitung):   Vorbereitung und Durchführung: Den Teilnehmenden wird der Text der Geschichte ausgeteilt, den sie in Einzelarbeit durchlesen sollen. Dann sollen sie die zum Text gehörenden Fragen beantworten. Anschließend werden die Antworten der einzelnen Teilnehmerinnen in Kleingruppen diskutiert. Zuletzt erfolgt eine Besprechung des Textes und der Fragen im Plenum.
Quelle  Interkulturelles Sensibilisierungstraining Equal IN.OWL
mögliche weitere Anleitungen (Schritt 2):   Diskussionshilfen und Auswertung: Die Geschichte ist ein übertriebenes Beispiel für die Konstruktion der eigenen Wirklichkeit. Diskutiert werden sollte die Frage, inwieweit nicht alle Menschen ihre Wirklichkeit in verschiedenem Maße selbst konstruieren. Ein zweiter Schwerpunkt der Diskussion sollte darauf liegen, dass teilweise aus wenigen Informationen Vorurteile entstehen können. Ein flüchtiges Grüßen bzw. eines, das als flüchtig wahrgenommen wurde, ist ausreichend, um den Nachbarn als Gesamtperson zu konstruieren. Diese Probleme bei der Wahrnehmung sind eine große Gefahr in interkulturellen Kontaktsituationen, wo eigene Interpretationen und Attributionen zu Missverständnissen und Fehldeutungen von fremdem Verhalten führen können.
mögliche weitere Anleitungen (Schritt 3):   Die Geschichte mit dem Hammer: Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann hinüberzugehen und den Hammer auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar ihm den Ham¬mer nicht verleihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und der hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht's mir wirklich. - Und so stürmt er hinü¬ber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er „Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!" - Welche Schritte „durchlebt" der Mann im Verhältnis zum Nachbarn? - „Man konstruiert die eigene Wirklichkeit." -Wie können Sie diesen Satz mit der Geschichte in Verbindung bringen? - Haben Sie selbst schon einmal eine Situation erlebt, in der Sie sich wie der Mann in der Geschichte verhalten haben, oder waren Sie schon einmal „der Nachbar"? - Kann es auch im Kontakt mit Menschen aus anderen Kulturen zu ähnlichen Situationen kommen? Wie bilden sich Vorurteile? - Wodurch können solche Situationen vermieden werden?
Zusatzinfos  erst Einzel-, dann Kleingruppenarbeit
Status  2010-05-10 15:28:59
 
NEUESTE MATERIALIEN
Bücher
Rechtsextrem
 
Präsentationen und Wissenswertes
Zahlencodes
 
Übungen
Eine Frage der eigenen Haltung
 
Filme
Der Mann auf dem Balkon